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Über mich … oder … wie alles begann

Als Kind aufgewachsen mit Hunden wurde irgendwann der Wunsch nach einem eigenen Hund immer größer. So suchte ich mir bei einem -Vermehrer- meine Labrador-Schäferhundmischlingshündin aus. Aus heutiger Sicht hätte ich schon zu diesem Zeitpunkt so manche Eigenart dieses kleinen Rackers erkennen können. Aber ich war ja unerfahren und kannte keinen, der mich hätte beraten können.

Es sollte meinem Hündchen an nichts fehlen: Körbchen? Gekauft. Irgendeine Leine und irgendein Halsband? Gekauft. Futtertheke, damit sich mein Hund nicht bücken muss? Gekauft. Futter aus dem Discounter, das ja mit -gut- getestet wurde? Gekauft. Ach ja … der Hund … ? Abgeholt :-)

Schnell nach Hause fahren, der Hund jault schon im Auto. Fix das Körbchen unter die Treppe im Flur gestellt und schon war sie da: meine gesamte Familie, die sich den Hund angucken wollte. Ist der nicht süüüüüß ???

So, jetzt aber Gassi gehen. Warum will denn dieser Hund nicht raus. Egal, der muss doch mal raus? Trage ich ihn halt …

Und am Wochenende geht´s auch schon los mit der Hundeschule. Wo ist denn die nächste? Warum gehen denn alle kleinen Hunde auf meinen drauf? Ach, macht wohl nichts. Die Trainerin wird schon sagen, wenn was schief läuft und schließlich habe ich ja auch einen Hund, der sich wehren kann…

… Hundeerfahrene Menschen werden spätestens jetzt lächeln und denken, dass das nicht gut gehen kann. Es kam also, wie es unbedingt kommen mußte. Meine über alles geliebte Hündin wurde auffällig. Meine falsche dem Hund entgegengebrachte menschliche Zuneigung, mein Fehler, dem Hund keine Grenzen zu setzen, die Unwissenheit der von uns besuchten Hundeschule, das Verhalten meines Hundes zu erkennen und mir den richtigen Umgang mit meinem Hund zu zeigen, das falsche Futter und weitere tausend Dinge führten dazu, dass meine kleine Schnuckimaus einen anderen Hund biss. Es war ein kleiner Hund, der den Biss nicht überlebte.

Es gab nun drei Möglichkeiten:
1.) Ich schläfere meinen Hund ein, weil er aggressiv war
2.) Ich gebe meinen Hund ins Tierheim, weil ich zu doof bin, ihn zu führen.
3.) Ich beginne endlich damit, mich mit meinem Hund zu beschäftigen und die Frage zu klären, warum ist er so, wie er ist.

Es ist wohl leicht zu erraten, dass ich die dritte Variante wählte.

So besuchte ich verschiedene Hundeschulen, etliche Seminare, Einzeltraining … doch der Tenor war immer der gleiche: “Du must mehr Druck drauf geben”, wurde propagiert. Korallenhalsband, Lasso, Wurfdisk, Rütteldose, Wasserflasche … alles ausprobiert. Geholfen hat es nicht. Es dauerte recht lange, bis ich zu dem Entschluß kam, sämtliches Wissen zu hinterfragen und ein Konzept erstellte, das den Hund in ein anderes Licht rückt.

Ergebnis:
Meine Hündin lag mit anderen Hunden zusammen im Körbchen. Sie biss nicht mehr und zeigte keinerlei aggressives Verhalten.

Im April 2014 wurde bei Cindy unheilbarer Nierenkrebs diagnostiziert. Ich gab mir sehr viel Mühe, meiner Maus so lange es ging ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Man sagt, der Hund zeigt dir, wann er nicht mehr Leben möchte. Als Cindy kein Fleisch, keinen Käse, selbst Leberwurst nicht mehr essen wollte, war die Zeit gekommen.
Im August 2014 verstarb meine geliebte Hündin. Unter einem Meer von Tränen schlief sie in meinen Armen ein.

Cindy war es, die mich durch ihr -aus Menschensicht- Fehlverhalten zu dem machte, was ich bin. Ich werde sie nie vergessen!!!!!!

Inzwischen besteht mein Rudel aus drei bis fünf Hunden. Alle stammen aus Tierheimen im In- und Ausland und sind immer genau die Hunde, die keiner haben wollte. Mein Schäferhund/Rottweiler Mix “Ben”, der mit 8 Monaten eingeschläfert werden sollte, stammt aus Walsrode. Ben war äußerst handscheu und biss um sich, sobald eine Hand sich näherte. Ben wurde von einem Familienmitglied in jüngster Jugend fast zu Tode stranguliert. Was für ein Wunder ist sein Fehlverhalten … Keins! Aber die Geschichte mit Ben ist ein anderes Kapitel aus meinem Leben …

 

Übrigens:
In meinem Rudel werden Sie perkekt erzogene Zinnsoldaten-Hunde vergeblich suchen. Schicksale finden Sie aber viele.

 

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Cindy und Freund Willi

 

 

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Cindy, das Flaschenkind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Buddy bewacht Cindy’s Grab